Die Bereitschaft

Tischtennisleistungs – Bereitschaft

Der nachfolgende Kurzbeitrag möchte dem Tischtennis-Amateur (oder Amateuren ähnlicher Sportarten) helfen, seine Leistung im Wettkampf zu verbessern oder zumindest zu stabilisieren.

Die Leistung setzt sich bekanntlich zusammen aus der

  • Leistungsfähigkeit und der
  • Leistungsbereitschaft.

Die Leistungsfähigkeit erreichen wir durch das Training: im erlernen der Technik und der Methodik. Dies wird ja auch mehr oder weniger regelässig geübt; durch Besuch der Tischtennistrainings.

Was leider sehr oft sträflich vernachlässigt wird, ist die Leistungsbereitschaft.

Die Leitungsbereitschaft

erreichen wir durch

  • Ernährung,
  • Gesundheit,
  • inneres Gleichgewicht und
  • Entspannung / mentales Training.

Einige wesentliche Hinweise zur Ernährung:

Ein Tischtennisspieler verbraucht täglich:

  • 15% Eiweiss,
  • 30 – 35% Fett,
  • 50 – 55% Kohlenhydrate

2 Punkte sind für uns Tischtennis-Amateure dabei wichtig:

  • Essen, was Freude macht

Möglichst abwechslungsreich (viele Früchte, Teigwaren, viel Brot, Rohgemüse, Reis, mageres Fleisch, Fisch)

Am Wettkampf-(und Trainings-) Tag

  • Lieber 5 kleine Mahlzeiten als 2 grosse
  • 2 – 3 Tage vorher: kohlenhydratreiche Kost, z.B. Honig, Brot, Teigwaren, Milchprodukte.
  • Einahme der Mahlzeit: Spätestens 3 Stunden vor dem Wettkampfbeginn
  • Nichts Blähendes! Also weder:
    • Kohl,
    • Erbsen,
    • Bohnen, noch
    • Linsen – also: am Wettkampftag keine Bernerplatte!
  • Fettarmes. Fettarm essen, denn Fette belasten den Magen und bringen kurzfristig auch keine Energie.

Nun noch eine Bemerkung zum Flüssigkeitsmangel:

Jede Leistung benötigt eine grosse Energiemenge. Unser Körper bezieht diese durch die Verbrennung von Kohlenhydraten. Dabei erhöht sich die Körpertemperatur. Zum Schutz gegen Überhitzung (Hitzschlag) beginnt der Körper zu schwitzen. Dabei entsteht ein Wasser- und Mineralsalzverlust. Folglich ist es ratsam, während dem Wettkampf (und auch während des Trainings) den Wasser- und Mineralsalzverlust auszugleichen und zwar durch die Zufuhr:

  • isotonischer Getränke oder
  • Kräutertee mit Zitrone, Zucker und evt. mit 1 Messerspitze Salz.

Ein falsches (schweres) Menü kann dem Tischtennisspieler ein ganzes Wochentraining zunichte machen!

Entspannung / mentales Training / Nervosität

Wir “modernen” Menschen sind extrem auf Intellekt getrimmt. Dabei kommt der mentale (geistige) Bereich meist zu kurz. Gerade Tischtennis gehört zu den Sportarten, die enorm abhängig sind vom mentalen Bereich. Jeder Mensch verfügt über eine linke und über eine rechte Gehirnhälfte.

Die linke Gehirnhälfte ist zuständig für

  • die Sachebene,
  • für die mathematisch-/logischen-,
  • buchhalterischen-,
  • sprachlichen Funktionen.

Die rechte Gehirnhälfte für den

  • kreativen,
  • emotionalen Bereich,
  • für das Erfassen von Bildern,
  • den Bereich der Einstellung der Gefühle.

Was wir an Intuition, an Ballgefühl, etc. im Training aufgenommen haben, werden, werden wir im Wettkampf nur wiedergeben, wenn unsere linke und rechte Gehirnhälften aktiv (nicht blockiert) sind.

Wir benötigen die Entspannung des Körpers und des Geistes.

Wie erreichen wir eine optimale geistige Entspannung? Durch

  • autogenes Training,
  • alpha-Training,
  • bewusstem Atemtraining.

Mentales Training gewinnt zunehmend, auch bei uns im Sport und in der Wirtschaft, an Bedeutung.

Im Handel sind heute sehr gute Tonträger und Bücher (Taschenbücher sind günstiger!) erhältlich.

Heinz Hänni, CO Ausgabe 1993